Ein Spin-Off der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
29. Jahrgang (2026) - Ausgabe 4 (April) - ISSN 1619-2389
 
 KRISENMAGAZIN
   Zeitschrift für Krisenmanagement,
   Krisenkommunikation und Krisentraining
   ISSN 1867-7541
   www.krisenmagazin.de

Ergebnisse der Krisen- und Katastrophenforschung vorgestellt: 203 Stäbe geben Einblicke in ihre Arbeit

Kiel - Nicht erst seit dem mehrtägigen Stromausfall im Südwesten Berlins Anfang Januar 2026 und dem Beginn des Iran-Kriegs am Persischen Golf Ende Februar 2026 kommt Krisenstäben bei der Bewältigung von außergewöhnlichen Lagen eine besondere Bedeutung zu. Auch zahlreiche Normen, Standards und Dienstvorschriften fordern die Einberufung von Stäben im Krisen- und Katastrophenfall. Doch wie wird die Arbeit der Krisen- und Katastrophenstäbe in der Praxis gestaltet? Welcher Führungsstil hat sich bei der Stabsarbeit bewährt? Antworten liefern die Ergebnisse der Krisen- und Katastrophenstabsumfrage, die am 10. April 2026 in Kiel vorgestellt wurden.

83 betriebliche und 120 behördliche Stäbe hat das Krisennavigator – Institut für Krisenforschung, ein Spin-Off der Universität Kiel, schriftlich befragt. Bei knapp der Hälfte der Organisationen bestand der Stab aus bis zu zehn Personen. Die Hausspitze war bei vier von fünf Stäben als ständiges Mitglied eingebunden. Die technische Ausstattung und räumliche Infrastruktur der Stäbe hat ein sehr hohes Niveau erreicht. Besonders behördliche Stäbe schulen ihre Mitglieder sehr intensiv (88 Prozent), betriebliche Stäbe dagegen seltener (63 Prozent). 85 Prozent der befragten Organisationen waren bereits mit echten Krisen- und Katastrophenfällen konfrontiert. 

Den Führungsstil in betrieblichen Stäben nehmen die Befragten als eher etwas kooperativer als bei behördlichen Stäben wahr. Demgegenüber praktizieren behördliche Stäbe in der Wahrnehmung der Befragten einen etwas weitsichtigeren Führungsstil als die betrieblichen Stäbe. Dafür haben betriebliche Stäbe signifikant häufiger mit einer schlechten Fehlerkultur zu kämpfen (23 Prozent) als behördliche Stäbe (12 Prozent). Die größten Herausforderungen der Stabsarbeit sehen die Befragten im hohen Kommunikationsaufkommen, in der Ressourcenknappheit im Stab und im starken öffentlichen Fokus auf den Ereignissen. 

Weitere Informationen: www.krisenstabsumfrage.de  

© 2026 Krisennavigator. Alle Rechte vorbehalten.
Stand der Informationen: 10. April 2026.


Vervielfältigung und Verbreitung - auch auszugsweise - nur mit ausdrücklicher
schriftlicher Genehmigung des Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, Kiel.
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www.krisennavigator.de | E-Mail: poststelle@ifk-kiel.de

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Kiel - Nicht erst seit dem mehrtägigen Stromausfall im Südwesten Berlins Anfang Januar 2026 und dem Beginn des Iran-Kriegs am Persischen Golf Ende Februar 2026 kommt Krisenstäben bei der Bewältigung von außergewöhnlichen Lagen eine besondere Bedeutung zu. Auch zahlreiche Normen, Standards und Dienstvorschriften fordern die Einberufung von Stäben im Krisen- und Katastrophenfall. Doch wie wird die Arbeit der Krisen- und Katastrophenstäbe in der Praxis gestaltet? Welcher Führungsstil hat sich bei der Stabsarbeit bewährt? Antworten liefern die Ergebnisse der Krisen- und Katastrophenstabsumfrage, die am 10. April 2026 in Kiel vorgestellt wurden.

83 betriebliche und 120 behördliche Stäbe hat das Krisennavigator – Institut für Krisenforschung, ein Spin-Off der Universität Kiel, schriftlich befragt. Bei knapp der Hälfte der Organisationen bestand der Stab aus bis zu zehn Personen. Die Hausspitze war bei vier von fünf Stäben als ständiges Mitglied eingebunden. Die technische Ausstattung und räumliche Infrastruktur der Stäbe hat ein sehr hohes Niveau erreicht. Besonders behördliche Stäbe schulen ihre Mitglieder sehr intensiv (88 Prozent), betriebliche Stäbe dagegen seltener (63 Prozent). 85 Prozent der befragten Organisationen waren bereits mit echten Krisen- und Katastrophenfällen konfrontiert. 

Den Führungsstil in betrieblichen Stäben nehmen die Befragten als eher etwas kooperativer als bei behördlichen Stäben wahr. Demgegenüber praktizieren behördliche Stäbe in der Wahrnehmung der Befragten einen etwas weitsichtigeren Führungsstil als die betrieblichen Stäbe. Dafür haben betriebliche Stäbe signifikant häufiger mit einer schlechten Fehlerkultur zu kämpfen (23 Prozent) als behördliche Stäbe (12 Prozent). Die größten Herausforderungen der Stabsarbeit sehen die Befragten im hohen Kommunikationsaufkommen, in der Ressourcenknappheit im Stab und im starken öffentlichen Fokus auf den Ereignissen. 

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