Ein "Spin-Off" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
19. Jahrgang (2016) - Ausgabe 7 (Juli) - ISSN 1619-2389
 

Naturkatastrophen 1999 (Auswahl)

von Frank Roselieb

Januar, Februar, März

Am Montag, 25. Januar 1999, fordert ein Erdbeben in Kolumbien knapp 1000 Tote und über 4000 Verletzte. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 6,0 auf der Richterskala liegt in der Stadt Armenia - rund 300 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogota. Mehr als 250.000 Menschen werden obdachlos.

Am Dienstag, 23. Februar 1999, sterben bei einem Lawinenunglück im Dorf Galtür im Tiroler Paznauntal (Österreich) 31 Menschen. Am folgenden Tag fordert eine weitere Lawine im nahe gelegenen Weiler Valzur weitere sieben Menschenleben. Von den insgesamt 38 Toten sind 21 deutsche Urlauber.

April, Mai, Juni

Am Montag, 3. Mai 1999, und an den folgenden Tagen ziehen mehr als 70 Tornados mit Windgeschwindigkeiten über 500 Kilometer pro Stunde durch den Mittleren Westen der USA. In den US-Bundesstaaten Oklahoma, Kansas, Texas und Tennessee kommen mehr als 50 Menschen ums Leben, rund 1000 werden verletzt.

Am Sonntag, 23. Mai 1999, führt sintflutartiger Regen und einsetzende Schneeschmelze in der Alpenregion zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen. Über 1000 Menschen müssen in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz vor den Wassermassen gerettet werden. Sechs Menschen sterben. Allein in Bayern entsteht ein Sachschaden von mehr als 2 Milliarden Mark.

Juli, August, September

Am Dienstag, 17. August 1999, bebt im Nordwesten der Türkei die Erde. Das Beben mit einer Stärke von 7,4 auf der Richterskala richtet insbesondere im Großraum Izmit verheerende Schäden an. Mehr als 17.000 Menschen werden getötet, rund 30.000 verletzt. Der volkswirtschaftliche Schaden wird auf rund 20 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Am Dienstag, 7. September 1999, ereignet sich nahe der griechischen Hauptstadt Athen ein schweres Erdbeben. Die Erdstöße der Stärke 5,9 auf der Richterskala beschädigen oder zerstören vor allem in den Industriebezirken im Norden Athens viele Gebäude. Mehr als 100 Menschen kommen ums Leben.

Am Freitag, 17. September 1999, trifft der Hurrikan "Floyd" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern in North Carolina auf die amerikanische Ostküste. Der Wirbelsturm überzieht weite Küstengebiete mit Sturmfluten und Windhosen. Mehr als 60 Menschen sterben. Fast zwei Millionen US-Bürger sind auf der Flucht ins Landesinnere.

Am Dienstag, 21. September 1999, wird Taiwan von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,6 auf der Richterskala erschüttert. Das Epizentrum liegt knapp 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Taipeh. Über 2200 Menschen sterben, rund 10.000 werden verletzt und mehr als 100.000 obdachlos. Rund 14.000 Gebäude werden zerstört oder müssen abgerissen werden.

Oktober, November, Dezember

Am Sonntag, 10. Oktober 1999, kommen bei einem verheerenden Hochwasser in Mexiko mehr als 360 Menschen ums Leben. Mehr als eine halbe Million Menschen verlieren ihr Hab und Gut. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Tabasco.

Am Freitag, 29. Oktober 1999, richtet ein Wirbelsturm im ostindischen Bundesstaat Orissa schwere Verwüstungen an. Der Zyklon bricht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometer in der Stunde und 10 Meter hohen Flutwellen über die Hafenstadt Paradip und umliegende Dörfer herein. Mehr als 3400 Menschen sterben, über 1,5 Millionen werden obdachlos.

Am Freitag, 12. November 1999, erschüttert erneut ein schweres Erdbeben die Türkei. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala liegt nahe der westtürkischen Stadt Düzce - rund 150 Kilometer östlich von Istanbul. Mehr als 700 Menschen sterben, rund 5000 werden verletzt und über 80.000 obdachlos.

Am Donnerstag, 16. Dezember 1999, kommt es in Venezuela zu verheerenden Überschwemmungen. Ganze Ortschaften werden unter meterhohen Schlamm- und Geröllawinen begraben. Zuvor hatte es zwei Wochen fast ununterbrochen geregnet. Nach Schätzungen von Rettungsmannschaften kommen rund 30.000 Menschen ums Leben, 150.000 werden obdachlos.

Am Sonntag, 26. Dezember 1999, richtet der Orkan "Lothar" in weiten Teilen Mitteleuropas schwere Schäden an. Mehr als 50 Menschen sterben - 15 davon in Deutschland.

Autor

Frank Roselieb
Krisennavigator - Institut für Krisenforschung
Ein Spin-Off der Universität Kiel
Schauenburgerstraße 116
D-24118 Kiel
Telefon: +49 (0)431 907 - 26 10
Telefax: +49 (0)431 907 - 26 11
Internet: www.krisennavigator.de
E-Mail: roselieb@krisennavigator.de

 

Erstveröffentlichung im Krisennavigator (ISSN 1619-2389):
3. Jahrgang (2000), Ausgabe 1 (Januar)


Vervielfältigung und Verbreitung - auch auszugsweise - nur mit ausdrücklicher
schriftlicher Genehmigung des Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, Kiel.
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Naturkatastrophen 1999 (Auswahl)

von Frank Roselieb

Januar, Februar, März

Am Montag, 25. Januar 1999, fordert ein Erdbeben in Kolumbien knapp 1000 Tote und über 4000 Verletzte. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 6,0 auf der Richterskala liegt in der Stadt Armenia - rund 300 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogota. Mehr als 250.000 Menschen werden obdachlos.

Am Dienstag, 23. Februar 1999, sterben bei einem Lawinenunglück im Dorf Galtür im Tiroler Paznauntal (Österreich) 31 Menschen. Am folgenden Tag fordert eine weitere Lawine im nahe gelegenen Weiler Valzur weitere sieben Menschenleben. Von den insgesamt 38 Toten sind 21 deutsche Urlauber.

April, Mai, Juni

Am Montag, 3. Mai 1999, und an den folgenden Tagen ziehen mehr als 70 Tornados mit Windgeschwindigkeiten über 500 Kilometer pro Stunde durch den Mittleren Westen der USA. In den US-Bundesstaaten Oklahoma, Kansas, Texas und Tennessee kommen mehr als 50 Menschen ums Leben, rund 1000 werden verletzt.

Am Sonntag, 23. Mai 1999, führt sintflutartiger Regen und einsetzende Schneeschmelze in der Alpenregion zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen. Über 1000 Menschen müssen in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz vor den Wassermassen gerettet werden. Sechs Menschen sterben. Allein in Bayern entsteht ein Sachschaden von mehr als 2 Milliarden Mark.

Juli, August, September

Am Dienstag, 17. August 1999, bebt im Nordwesten der Türkei die Erde. Das Beben mit einer Stärke von 7,4 auf der Richterskala richtet insbesondere im Großraum Izmit verheerende Schäden an. Mehr als 17.000 Menschen werden getötet, rund 30.000 verletzt. Der volkswirtschaftliche Schaden wird auf rund 20 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Am Dienstag, 7. September 1999, ereignet sich nahe der griechischen Hauptstadt Athen ein schweres Erdbeben. Die Erdstöße der Stärke 5,9 auf der Richterskala beschädigen oder zerstören vor allem in den Industriebezirken im Norden Athens viele Gebäude. Mehr als 100 Menschen kommen ums Leben.

Am Freitag, 17. September 1999, trifft der Hurrikan "Floyd" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern in North Carolina auf die amerikanische Ostküste. Der Wirbelsturm überzieht weite Küstengebiete mit Sturmfluten und Windhosen. Mehr als 60 Menschen sterben. Fast zwei Millionen US-Bürger sind auf der Flucht ins Landesinnere.

Am Dienstag, 21. September 1999, wird Taiwan von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,6 auf der Richterskala erschüttert. Das Epizentrum liegt knapp 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Taipeh. Über 2200 Menschen sterben, rund 10.000 werden verletzt und mehr als 100.000 obdachlos. Rund 14.000 Gebäude werden zerstört oder müssen abgerissen werden.

Oktober, November, Dezember

Am Sonntag, 10. Oktober 1999, kommen bei einem verheerenden Hochwasser in Mexiko mehr als 360 Menschen ums Leben. Mehr als eine halbe Million Menschen verlieren ihr Hab und Gut. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Tabasco.

Am Freitag, 29. Oktober 1999, richtet ein Wirbelsturm im ostindischen Bundesstaat Orissa schwere Verwüstungen an. Der Zyklon bricht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometer in der Stunde und 10 Meter hohen Flutwellen über die Hafenstadt Paradip und umliegende Dörfer herein. Mehr als 3400 Menschen sterben, über 1,5 Millionen werden obdachlos.

Am Freitag, 12. November 1999, erschüttert erneut ein schweres Erdbeben die Türkei. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala liegt nahe der westtürkischen Stadt Düzce - rund 150 Kilometer östlich von Istanbul. Mehr als 700 Menschen sterben, rund 5000 werden verletzt und über 80.000 obdachlos.

Am Donnerstag, 16. Dezember 1999, kommt es in Venezuela zu verheerenden Überschwemmungen. Ganze Ortschaften werden unter meterhohen Schlamm- und Geröllawinen begraben. Zuvor hatte es zwei Wochen fast ununterbrochen geregnet. Nach Schätzungen von Rettungsmannschaften kommen rund 30.000 Menschen ums Leben, 150.000 werden obdachlos.

Am Sonntag, 26. Dezember 1999, richtet der Orkan "Lothar" in weiten Teilen Mitteleuropas schwere Schäden an. Mehr als 50 Menschen sterben - 15 davon in Deutschland.

Autor

Frank Roselieb
Krisennavigator - Institut für Krisenforschung
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Erstveröffentlichung im Krisennavigator (ISSN 1619-2389):
3. Jahrgang (2000), Ausgabe 1 (Januar)

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Letzte Aktualisierung: Freitag, 1. Juli 2016

       

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