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1. Oktober 2016

Frankreich - Leichter Rückgang der Unternehmensinsolvenzen für 2015 erwartet

Paris / Mainz - Rund 63.000 französische Unternehmen mussten zwischen Oktober 2013 und Oktober 2014 Insolvenz anmelden. Das entspricht einem Rückgang um knapp ein Prozent. Dieser Trend wird sich nach Einschätzung des Kreditversicherers Coface SA auch 2015 fortsetzen. Mögliche Gründe seien die anhaltende Konsumlaune der privaten Haushalte, tiefgreifende Restrukturierungen in einigen Branchen sowie die sehr geringe Zahl an Neugründungen. Gleichzeitig sind aber auch immer mehr ältere und größere Unternehmen von der Pleite betroffen.

Insbesondere in der Automobilbranche und im Transportsektor hat sich durch Strukturveränderungen und Konsolidierungen die Zahl anfälliger Unternehmen reduziert. Die chemische Industrie profitiert zudem von den fallenden Ölpreisen. Sie verbucht mit minus 9,2 Prozent den stärksten Rückgang an Insolvenzen. Demgegenüber sind die Insolvenzen in der Lebensmittelbranche um 2,7 Prozent gestiegen. Hier sind viele Händler gezwungen, durch den zunehmenden Wettbewerb ihre Preise zu senken. Die Baubranche leidet darunter, dass sich viele Hausbesitzer mit Renovierungen zurückhalten und potenzielle Immobilieninvestoren sehr vorsichtig agieren.

Rund 92 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen in Frankreich entfallen auf sehr kleine Unternehmen. Gleichzeitig sind aber auch immer mehr mittlere und große Unternehmen betroffen. Zudem hat sich das Alter der zahlungsunfähigen Unternehmen spürbar erhöht. Während das Durchschnittsalter Ende 2008 noch bei sieben Jahren lag, existierten die insolventen Betriebe im Oktober 2014 im Schnitt acht Jahre und sieben Monate. Nach Einschätzung von Coface deckt die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise in Frankreich vermehrt die Anfälligkeiten von älteren Unternehmen auf, die zudem von ihrer Substanz leben.

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Stand der Informationen: 12. Dezember 2014

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