Ein "Spin-Off" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
19. Jahrgang (2016) - Ausgabe 6 (Juni) - ISSN 1619-2389
 

Studie - Wenig Chancenmanagement und schlechtes Risikomanagement in Aktiengesellschaften

Düsseldorf - Während 99 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Risiken betrachten, beschäftigen sich nur 60 Prozent auch mit ihren Chancen. Zudem arbeiten mehr als die Hälfte der Risikomanager in Aktiengesellschaften mit oberflächlichen, klassischen Methoden und vernachlässigen insbesondere das Risiko von Umfeldveränderungen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der Unternehmensberatung A.T. Kearney unter rund 150 börsennotierten Unternehmen - mehrheitlich aus der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie dem Handel und der Konsumgüterindustrie. Befragt wurden Risikomanager und Chief Financial Officer (CFO).

Die Ursache für diese Defizite sehen die Studienautoren insbesondere in der deutschen Unternehmenskultur. Danach würden viele Firmen Fehler stärker bestrafen, als sie Erfolge belohnen. Die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer hätten daher einen starken Anreiz, Risiken zu vermeiden, übersehen dabei jedoch vielversprechende Potenziale. Vielen Unternehmen fehle zudem die richtige Methodik, um Chancen und Risiken finanziell zu bewerten. Notwendig seien eine engere Verzahnung von Risikomanagement und finanzieller Planung sowie die Angabe von Bandbreiten anstatt von fixen Werten in der finanziellen Planung oder von Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Planzahlen.

Gute Beispiele für erfolgreiches Chancenmanagement haben die Autoren im US-amerikanischen High-Tech-Markt ausgemacht. Insbesondere Apple, Google und Facebook seien Vorzeigeunternehmen in Sachen Chancenmanagement. Diese Unternehmen betrachten und bewerten frühzeitig Chancen – auch außerhalb ihres eigenen Kerngeschäftes. Nach Einschätzung der Studienautoren haben auch erste Unternehmen in Deutschland die zunehmende Wichtigkeit des Chancenmanagements erkannt. So arbeiten beispielsweise die Deutsche Telekom und die Lufthansa mit einem Chancen- und Risikomanagementsystem und setzen dabei neue Schwerpunkte.

© 2014 Krisennavigator. Alle Rechte vorbehalten.
Stand der Informationen: 22. Oktober 2014


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Düsseldorf - Während 99 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Risiken betrachten, beschäftigen sich nur 60 Prozent auch mit ihren Chancen. Zudem arbeiten mehr als die Hälfte der Risikomanager in Aktiengesellschaften mit oberflächlichen, klassischen Methoden und vernachlässigen insbesondere das Risiko von Umfeldveränderungen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der Unternehmensberatung A.T. Kearney unter rund 150 börsennotierten Unternehmen - mehrheitlich aus der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie dem Handel und der Konsumgüterindustrie. Befragt wurden Risikomanager und Chief Financial Officer (CFO).

Die Ursache für diese Defizite sehen die Studienautoren insbesondere in der deutschen Unternehmenskultur. Danach würden viele Firmen Fehler stärker bestrafen, als sie Erfolge belohnen. Die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer hätten daher einen starken Anreiz, Risiken zu vermeiden, übersehen dabei jedoch vielversprechende Potenziale. Vielen Unternehmen fehle zudem die richtige Methodik, um Chancen und Risiken finanziell zu bewerten. Notwendig seien eine engere Verzahnung von Risikomanagement und finanzieller Planung sowie die Angabe von Bandbreiten anstatt von fixen Werten in der finanziellen Planung oder von Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Planzahlen.

Gute Beispiele für erfolgreiches Chancenmanagement haben die Autoren im US-amerikanischen High-Tech-Markt ausgemacht. Insbesondere Apple, Google und Facebook seien Vorzeigeunternehmen in Sachen Chancenmanagement. Diese Unternehmen betrachten und bewerten frühzeitig Chancen – auch außerhalb ihres eigenen Kerngeschäftes. Nach Einschätzung der Studienautoren haben auch erste Unternehmen in Deutschland die zunehmende Wichtigkeit des Chancenmanagements erkannt. So arbeiten beispielsweise die Deutsche Telekom und die Lufthansa mit einem Chancen- und Risikomanagementsystem und setzen dabei neue Schwerpunkte.

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